Bestandsaufnahme "Hochwasserschutz im Einzugsgebiet von Mosel und Saar"

Auf der Grundlage des Syntheseberichtes, den die ehemalige internationale Arbeitsgruppe im Dezember 1995 vorgelegt hatte, erstellte die Projektgruppe in einer ersten Phase eine Bestandsaufnahme "Hochwasserschutz im Einzugsgebiet von Mosel und Saar". Diese fasst alle verfügbaren Kenntnisse über das Hochwassergeschehen im Mosel-Saar-Einzugsgebiet einschließlich der Risiken und der bereits getroffenen bzw. eingeleiteten vorbeugenden Maßnahmen zusammen.

 

Sie verdeutlicht die einzelnen Ansätze der Mitgliedsstaaten und beschreibt ferner die Organisation der Meldedienste, die Automatisierung der Meldenetze und die laufenden Arbeiten auf dem Gebiet der Hochwasservorhersage.

 

Die Bestandsaufnahme enthält einige Schlussfolgerungen und Empfehlungen mit folgenden Schwerpunkten: Die Wiederherstellung des natürlichen Zustandes, d.h. des Ausgangszustandes vor dem Gewässerausbau, kann nur auf lokaler Ebene angestrebt werden. Im Übrigen ist der Verlust von Überschwemmungsgebieten infolge der Ausbaumaßnahmen nicht bedeutend und hat den Hochwasserabfluss nicht spürbar verändert. Technische Hochwasserschutzmaßnahmen sind im Einzugsgebiet von Mosel und Saar nur örtlich begrenzt möglich. Daraus resultiert die Notwendigkeit, die Schadenspotenziale durch eine gezielte Hochwasservorsorgepolitik entscheidend zu vermindern. Darüber hinaus ist es erforderlich, den Aktionsplan Hochwasser auf die Verbesserung des Hochwassermelde- und -vorhersagewesens sowie auf die Erhöhung des Wasserückhaltes im Einzugsgebiet auszurichten.