Hoch- und Niedrigwassermanagement im Mosel- und Saareinzugsgebiet (FLOW MS)

Seit den 60er Jahren arbeiten Frankreich, Luxemburg und Deutschland in den Internationalen Kommissionen zum Schutze der Mosel und der Saar (IKSMS) zusammen.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Anrainerstaaten im Einzugsgebiet von Mosel und Saar im Bereich des Hochwasserschutzes begann bereits Mitte der 80er Jahre. Der Aktionsplan Hochwasser im Einzugsgebiet von Mosel und Saar von 1998 mit seinen Zielen zur Verbesserung der Hochwasservorhersage und -meldung, zum Hochwasserrückhalt in der Fläche und zur Verringerung des Schadensrisikos hat bereits erhebliche Fortschritte erzielt. So wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Informationen über das Hochwasserrisiko erstellt und den von Hochwasser Betroffenen, vor allem den Kommunen, zur Verfügung gestellt.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Bereitstellung beispielsweise im Internet allein nicht ausreicht, um die Betroffenen und die Kommunen an den Gewässern zu veranlassen, ihre Hochwasservorsorge zu verbessern. Es ist daher erforderlich, eine lokale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu organisieren und Hochwasservorsorge-maßnahmen auf direktem Wege anzustoßen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels.

Aus diesem Grund wurde im Rahmen des operationellen Programms Interreg IV-A "Großregion" Anfang 2009 das grenzüberschreitende Projekt "Hoch- und Niedrigwassermanagement im Mosel- und Saareinzugsgebiet - FLOW MS" (FLood = Hochwasser, LOW water = Niedrigwasser, Mosel und Saar) ins Leben gerufen.

Unter der Federführung der IKSMS, die die Projektkoordination und -verwaltung leisten, haben vier weitere Partner aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg das Projekt auf den Weg gebracht. Dabei können letztere auf die Erfahrungen des Interreg III-B-Projektes "TIMIS flood" zurückgreifen, in dessen Rahmen in ähnlicher Konstellation die Hochwasservorhersage im Moseleinzugsgebiet verbessert und Hochwassergefahrenkarten erstellt wurden. Diese Karten sollen nun in den Kommunen genutzt werden, um die Hochwasservorhersage vor Ort zu verbessern.

Die Übersichtskarte bietet einen Überblick über die im Mosel- und Saareinzugsgebiet verfügbaren und geplanten Hochwassergefahrenkarten.

 

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